Projekt EMPAMOS

Empirische Analyse motivierender Spielelemente

Das Projekt EMPAMOS ist ein Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Nürnberg, das in Kooperation mit dem Deutschen Spielearchiv der Stadt Nürnberg durchgeführt wird.

Worum geht es in dem Projekt?

Ziel des Projekts ist es, Brett- und Gesellschaftsspiele mit qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden zu analysieren, um die motivierenden Spielelemente zu entdecken, die Spieleerfinder in immer neuen Variationen in ihren Spielen kombinieren. Dies erfolgt in drei Schritten:

Im ersten Schritt werden ausgewählte Brett- und Gesellschaftsspiele gespielt und im Hinblick auf die eingesetzten Spielelemente untersucht. Diese Spielelemente werden in Anlehnung an die Mustertheorie von Christopher Alexander als bewährte Muster (Patterns) für wiederkehrende Entwurfsprobleme beschrieben.
In einem zweiten Schritt werden Suchmaschinen-Technologien sowie Machine-Learning-Verfahren zur Textanalyse eingesetzt, um die Relevanz und Anwendungshäufigkeit der beschriebenen Spielelemente empirisch zu untersuchen. Hierzu sollen möglichst viele Spielanleitungen der insgesamt rund 30 000 Brett- und Gesellschaftsspiele digitalisiert und analysiert werden.
In einem dritten Schritt werden die Spielelemente und ihre häufigsten Kombinationen auf Basis der empirischen Analyseergebnisse zu einer Mustersprache zusammengefasst, die dann gewissermaßen die DNA motivierender Brett- und Gesellschaftsspiele darstellt. In angewandten Forschungsprojekten sollen ausgehend von diesen Mustern motivierende Spielideen und Gamification-Lösungen entwickelt und getestet werden.